Rupprecht SolarPhotovoltaik · Region Hannover

Zweitmeinung zu Ihrem PV-Angebot

Ein PV-Angebot ist eine Entscheidung über 20 Jahre und mehr. Bevor Sie unterschreiben, schauen wir mit Ihnen drauf: Passt der Preis, passt die Technik, stimmen die Annahmen?

Stand: · Leonardo Rupprecht

Für wen der Angebots-Check gedacht ist

Viele Hausbesitzer in der Region Hannover haben ein oder mehrere Angebote vorliegen und können sie schwer vergleichen. Die Positionen heißen unterschiedlich, die Wirtschaftlichkeitsrechnungen beruhen auf unterschiedlichen Annahmen, und manche Kosten tauchen gar nicht auf. Der Angebots-Check ist für Sie, wenn Sie

  • ein Angebot für eine PV-Anlage, einen Speicher oder eine Wallbox vorliegen haben,
  • mehrere Angebote nebeneinanderlegen möchten,
  • ein Miet- oder Pachtangebot mit einem Kauf vergleichen wollen
  • oder wissen möchten, ob das Angebot für einen Förderantrag taugt.

Es ist egal, von welchem Anbieter das Angebot stammt. Wir bewerten das Angebot, nicht den Anbieter.

Was wir prüfen

Preis pro kWp und pro kWh Speicher

Wir rechnen den Preis der PV-Anlage auf die Modulleistung um und den Speicher auf seine nutzbare Kapazität. Als Orientierung dienen öffentliche Marktwerte, etwa die Spanne von 1.000 bis 2.000 Euro pro kWp, die Finanztip für 2026 nennt, und die 300 bis 700 Euro pro kWh Speicher, die die Verbraucherzentrale NRW angibt. Liegt ein Angebot deutlich darüber, suchen wir nach dem Grund, etwa einem schwierigen Dach oder einem neuen Zählerschrank.

Komponenten und Garantien

  • Sind Module, Wechselrichter, Speicher und Unterkonstruktion mit Hersteller und Typ genannt?
  • Passen Wechselrichter und Speicher zur Anlagengröße und zueinander?
  • Welche Produkt- und Leistungsgarantien gelten, und was decken sie ab? Bei Speichern deckt die Garantie laut Verbraucherzentrale nicht immer die Elektronik mit ab.

Ertrags- und Eigenverbrauchsannahmen

Viele Angebote enthalten eine Wirtschaftlichkeitsrechnung. Wir prüfen, ob Ertrag pro kWp, Eigenverbrauchsanteil, Strompreis und dessen Steigerung realistisch angesetzt sind. Die Verbraucherzentrale nennt als typische Schwachstellen eine zu lange angesetzte Speicherlebensdauer und jährliche Strompreissteigerungen von 4 bis 8 Prozent. Wir rechnen mit offenen, eher vorsichtigen Annahmen nach, so wie auf unserer Seite Kosten einer PV-Anlage.

Leistungsumfang und Vertragspunkte

  • Sind Gerüst, Zählerschrank, Netzanmeldung, Inbetriebnahme und Einweisung enthalten?
  • Wie ist der Zahlungsplan? Die Verbraucherzentrale rät, keine Vorschüsse für noch nicht erbrachte Leistungen zu zahlen.
  • Gibt es Angaben zu Lieferzeit, Bindefrist und Ausführungszeitraum?
  • Bei Miet- oder Pachtangeboten: Was kostet die Anlage über die gesamte Laufzeit, was passiert bei Hausverkauf oder Erbschaft, und wer trägt Reparaturen?

Wir weisen auf Punkte hin, die Sie klären sollten. Eine rechtliche Prüfung des Vertrags ist das nicht.

Förderfähigkeit

Ein häufiger und teurer Fehler: erst unterschreiben, dann Förderung beantragen. Bei proKlima, bei der Dach-Solar-Richtlinie der Region Hannover und beim Programm der Stadt Hannover für große Dächer muss der Antrag vor der Beauftragung gestellt werden. Wir prüfen, ob das Angebot die Angaben enthält, die ein Antrag verlangt, etwa die Modulfläche in Quadratmetern für die Region oder die Prüfzertifikate der Module für proKlima. Welche Programme es gibt, steht auf der Seite Solarförderung in der Region Hannover.

Was der Check nicht ist

  • Keine Rechtsberatung: Vertragsklauseln können wir einordnen, verbindlich beurteilen kann sie nur eine Anwältin, ein Anwalt oder die Verbraucherzentrale Niedersachsen.
  • Keine Steuerberatung: Fragen zu Einkommen- und Umsatzsteuer gehören zur Steuerberatung.
  • Kein Gutachten vor Ort: Für die Bewertung des Angebots reichen die Unterlagen. Ob Dach, Statik oder Zählerschrank im Detail passen, lässt sich erst bei einer Besichtigung sagen.
  • Kein Verkaufsgespräch durch die Hintertür: Wenn Ihr Angebot gut ist, sagen wir das. Ob Sie danach mit uns planen, entscheiden Sie frei.

So läuft der Angebots-Check ab

  1. Angebot senden: über das Formular auf dieser Seite oder per WhatsApp. Ein Foto oder PDF genügt. Namen und Adresse können Sie vorher schwärzen, wenn Sie möchten.
  2. Kurze Angaben ergänzen: Jahresstromverbrauch, Ort, geplante Wärmepumpe oder E-Auto, Ausrichtung des Dachs, soweit bekannt.
  3. Kosten klären: Ob und was der Check kostet, sagen wir Ihnen vorab, bevor wir mit der Prüfung beginnen.
  4. Einschätzung erhalten: Sie bekommen eine verständliche Einschätzung mit den Punkten, die gut sind, die Sie nachfragen sollten und die wir anders rechnen würden. Auf Wunsch besprechen wir das telefonisch.

Rupprecht Solar plant, berät und koordiniert. Installation, Abnahme und Netzanmeldung übernehmen bei unseren Projekten in die Handwerksrolle eingetragene Partner-Meisterbetriebe. Für den Angebots-Check spielt das keine Rolle: Wir prüfen auch Angebote, die Sie mit einem anderen Betrieb umsetzen.

Häufige Fragen

Muss ich danach mit Rupprecht Solar bauen?

Nein. Der Check ist eine eigenständige Leistung. Sie können das Ergebnis nutzen, um mit Ihrem Anbieter nachzuverhandeln oder ihn zu beauftragen.

Wie schnell bekomme ich eine Einschätzung?

Das hängt vom Umfang und von der aktuellen Auslastung ab. Den voraussichtlichen Zeitpunkt nennen wir Ihnen zusammen mit den Kosten, bevor wir beginnen. Läuft eine Förderfrist, etwa die proKlima-Frist am 31. Oktober 2026, sagen Sie uns das bitte gleich dazu.

Prüfen Sie auch Pacht- und Mietangebote?

Ja. Wir rechnen die Gesamtkosten über die Laufzeit aus und stellen sie einem Kauf gegenüber, wie es auch die Verbraucherzentrale empfiehlt. Mehr im Ratgeber Kaufen oder pachten.

Was passiert mit meinen Unterlagen?

Wir verwenden sie für die Prüfung Ihres Angebots. Wie wir mit personenbezogenen Daten umgehen, steht in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie möchten, schwärzen Sie Namen und Adresse vor dem Senden.

Stand: 18.10.2026. Quellen: Verbraucherzentrale: Planung einer Solaranlage, Verbraucherzentrale NRW: Batteriespeicher, Finanztip: Photovoltaik 2026, proKlima Allgemeine Förderbestimmungen.

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